Beschreibung


Das Wassertal, von Viseu de Sus bis hinter der Endstation Comanu gute 50 Kilometer lang, ist mit keinem anderen Gebirgstal der Karpaten zu vergleichen. Es umfasst ein riesiges, bis auf Holzfällercamps völlig unbesiedeltes Waldgebiet, erschlossen einzig durch die Waldbahn und an die Geleise führende Forstwege. Als Teil des Naturparks "Munti Maramuresului" steht es unter europäischem Schutz; die forstwirtschaftliche Nutzung ist zwar erlaubt; ökologische Auflagen garantieren aber, dass der Wald in seiner jetzigen Grösse erhalten bleibt.

Ausgehend von Viseu de Sus, sind ca. 8 Kilometer einer holprigen Naturstrasse noch von Häuschen gesäumt. Beim Gleisdreieck Delta Novat verzweigt sich die Eisenbahn: Rechts führt die Strecke knapp 7 Kilometer ins Novat-Tal; links, entlang dem Wasserfluss, geht die Hauptlinie weiter Richtung Comanu. Zwischen Cozia, Bardau, Botizu und bis Faina, durchfährt die Bahn den landschaftlich spektakulärsten Teil der Strecke. Enge, von Felsen gesäumte Schluchtpartien, wild sprudelnde Bergbäche, das Farbenspiel der Mischwälder, drei (!) kurze Tunnels vor Botizu. Ooberhalb der Bahnstation von Faina ist ein von österreichischen Siedlern erbautes Kirchlein zu besichtigen, welches der Kaiserin Elisabeth ("Sissi") gewidmet ist.

Ca. 5 Kilometer nach Faina, bei Macarlau, passiert die Bahn die Reste einer mächtigen Talsperre, wo früher der Wasserfluss für die Flösserei aufgestaut werden konnte

Der Besuch des Wassertales, ob als eintägige Fahrt mit der Waldbahn oder längere Wandertour mit Zelt, ist bis heute ein Abenteuer: In dunklen Wäldern und auf sonnenüberfluteten Almen, auf einsamen Bahnstationen und betriebsam-lauten Waldarbeitercamps erschliesst sich eine faszinierende, andere Welt. 

 

 
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